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Die Geschichte des Königreichs Thailand • The history of Thailand ...

Chronik von Thailand ehemals Siam - gegliedert in folgende Epochen:

Siam [Thailand] Kings - Thailand History
Foto: Thailands Könige Rama I.-IX.

1. Die Frühgeschichte Siams und alte Khmer Königreiche 
2. Das Sukhothai Reich, Thailands offizielle Geschichte beginnt 1238 
als König Sri Inthradithya Sukhothai von den Khmer eroberte
3. Siam - das Ayutthaya Reich - gegründet 1351 von König Ramathibodi 
4. Siam - Rama 1 begründet 1782 die Chakri-Dynastie 
und macht Bangkok zu Hauptstadt Siams
5. Das moderne Thailand - Siam wird 1939 umbenannt
5.1 Thailand im 2.Weltkrieg unter Feldmarschall Plaek Pibulsongkram
5.2 Krönung von König Rama IX. Bhumibol Adulyadej 1950
5.3 Thailand im Vietnamkrieg - Kommunistische Partei 1960 bis 1973
5.4 Thailand zwischen Militär-Diktatur und Demokratie 1973 bis 2005     
5.5 Thaksins Sturz – Rückkehr zur Demokratie 2006 bis 2010     
5.6 Die Politische Unruhen in Bangkok 2010     
5.7 Thronfolger Maha Vajiralongkorn vertritt kranken König Bhumibol 
5.8 Erste Frau an Thailands Spitze Yingluck Shinawatra – Die Gewalt im Süden
1. Die Frühgeschichte Siams und alte Khmer Reiche

Die Vorgeschichte Thailands reicht bis zur Gründung des ersten Thai-Königreiches Sukhothai (1238). Im Jahre 1967 wurde im Dorf Ban Chiang (Nordost-Thailand) Bronzefunde ausgegraben, die ins 3. Jahrtausend v.Chr. datiert wurden, also in etwa zeitgleich mit diversen europäischen Funden. Siedlungen konnten bis ins 5. Jahrtausend v. Chr. nachgewiesen werden.

Die Geschichte der frühen Thaivölker liegt weitgehend im Dunkeln. Die Forscher gehen davon aus, dass sie ab dem 6./7. Jh. n. Chr. über Generationen hinweg aus dem südlichen China über die kleineren Nebenflüsse weiter nach Süden vordrangen. Sie kamen somit kaum in Kontakt mit der eingesessenen Bevölkerung, die entlang der tiefeingeschnittenen großen Flüsse, wie Maekong und Salween, siedelte. Es handelte sich weniger um eine Eroberung als mehr um eine Übernahme und
Assimilation.

Erste Stadtgründungen sind bereits vor der Zeitenwende erfolgt: Nakhon Pathom, Ratchaburi und Singburi (alle Zentralthailand).


Foto: Historische Khmer Tempelruine in Chaiyaphum erbaut zur Zeit des Königs Jayavarman VII von 1181 bis 1201

In der geschichtlichen Zeit gründete Prinz Phrom um 857 n. Chr. die Stadt Fang westlich von Chiang Rai. Die Stadt konnte nie richtig aufblühen, das Königreich dehnte sich jedoch bis nach Sawankhalok (nördlich von Sukhothai) aus. Die anderen und zunächst mächtigeren Gestalter auf dem Boden des heutigen Thailand sind jedoch die Birmanen und die Khmer, die sich zahlreiche Auseinandersetzungen um die fruchtbare Ebene des Maenam Chao Phraya liefern. In den immer wieder auftretenden Zeiten des Umbruchs bildeten sich mehrere kleine Thai-Königreiche, z.B. um Luang Prabang (heute Laos). Schließlich konnten die Thai im Jahre 1238 unter Sri Intarathitya die Khmer verdrängen. Sie erweiterten eine eroberte Khmer-Siedlung und nannten die Stadt Sukhothai (eine Legende spricht von einer Gründung ca. 500 n. Chr. durch den sagenhaften König Chao Aluna Khmara, der von einer mythischen Naya-Prinzessin abstammen soll). Dies war das erste Thai-Königreich, das den Anspruch auf das heutige Gebiet von Thailand erhob.

Die Frühgeschichte Siams und alte Khmer Reiche chronologisch:

  • 3600-2500 v.Chr. Funde von Tongefäßen in Ban Chiang belegen frühe Kulturen. 

  • 3500 v.Chr. in der Banyan-Tal-Höhle erste Reisspreu-Lager. 

  • ca. 2700 v. Chr. Beginn der Seidenproduktion. 

  • ca. 2637 v. Chr. 9 Thaistämme hatten sich zum Wiederstand gegen die chinesischen Eroberungskriege zusammengeschlossen. 

  • ca. 2457 v. Chr. Chinesen & Thais werden durch Überfälle v.d. Mongolenstämmen der Gienjong in ihren Gebieten bedroht. 

  • ca. 1860 v. Chr. Thaistämme & Chinesen werden Partner beim Vertreibungskrieg gegen Gienjong.

  • 122 v. Chr. Thai-Volksstämme gründen das Königreich Aliao im süden Chinas. 

  • 87 v. Chr. Das Aliao Königreich wird von China erobert. 

  • ca. 43 v. Chr. Die Städte Suwannapum Raschatanie (Nakhon Pathom), Ratchburi,S ingburi, Pethburi werden gegründet. 

  • 9 n. Chr Das Königreich Aliao gewinnt seine Unabhängigkeit zurück. 

  • 50 n. Chr. Aliao wird Vasallenstaat von China. 468 n. Chr. Lopburi (früher "Lavo" genannt) wird von König Kalavarnadis von Taksila gegründet

  • Frühes 6. Jh. Die Mon begründen die Dvaravati-Kultur, Khmer gründeten auf dem heutigen Gebiet von Kambodscha und Isaan das Königreich Chenla 

  • 616 - 635 Regierungszeit von Isanavarman I., das Khmerreich ging aus einem von ihm gegründeteten Fürstentum mit der Hauptstadt -Sambor Prei Kuk- hervor 

  • um 650 rebellieren die Thais gegen die chinesische Tang-Dynastie (618 - 907) und gewinnen gegen das weiterhin geschwächte China ihre Unabhängigkeit zurück. Die thailändischen Fürstentümer in Südchina vereinen sich zum neuen Königreich Nanchao. 

  • 661 n.Chr. Gründung d. Königreichs Haripunchai im nördlichen Lamphun 

  • 7. Jh. von Sumatra aus expandiert das Srivijaya-Reich 

  • 729 - 748 P' i Lo Ko ist König von Nanchao 

  • 752 - 754 Chinesen führen Krieg gegen Nanchao 

  • Ca. 855 gründete ein Prinz Phrom die Stadt Fang die auch Swankalok genannt wurde im Becken des Mae Nam Chao Phrya 

  • 877 - 889 Regierungszeit v. Indravarman I. Dieser Khmer-König verlegte seine Hauptstadt in die Nähe von Angkor 

  • 897 begannen die Mon den Bau des großen Chedi von Wat Phrathat Haripunchai in Lamphun, der bis heute der großartigste Tempel des Nordens ist. 

  • 9. Jh. In Angkor entsteht das Khmer-Reich 

  • 916 - 1006 König Phra Pansa aus der Stadt Autong ruft den Kampfstil Muai-Thai ins Leben 

  • 1002 - 1050 Regierungszeit v. Suryavarman I. 

  • 1096 wurde der wenig bedeutende Thai-Stadtstaat Phayao gegründet

  • 11.- 13. Jh. Lop Buri wird als wichtige Provinzhauptstadt dem Khmer-Reich angegliedert 

  • 1113 - 1150 Regierungszeit v. Suryavarman II, er begann mit dem Bau von Angkor Wat 

  • 1181 - 1220 Regierungszeit v. Jayavarman VII. der mächtigste Khmer-König 

  • 1215 gründeten die Thais das Fürstentum Modaung im Norden 

  • 1220 Thais dringen bis nach Assam in Nordostindien vor 

  • 1223 gründeten die Thais das Fürstentum Muong Nai an einem Nebenfluß des Salween.

  • 1229 - 1243 Regierung von Indravarman II. 

  • 1235 Die Mongolen überfielen das Königreich Nanchao im Süden Chinas (in der Region Yünnan) und lösten damit eine verstärkte Abwanderung der Thaistämme in den Norden Thailands und Burmas aus. 

2. Das Sukhothai Reich - hier beginnt Thailands offizielle Geschichte
Sukhothai gilt als die Wiege des heutigen Thailand. Und als dessen Gründer gilt der König Ramkhamhaeng (1275 – 1298). Geschickt formte dieser Herrscher aus den verschiedenen kulturellen Einflüssen ein einheitliches Staatsgebilde, das er mit kriegerischen und diplomatischen Mitteln auf Kosten der Khmer erweiterte. 

King Ramkhamhaeng Sukkothai
Foto: König Ramkhamhaeng

Es beruhte auf einer Ordnung, die von den mongolischen Herrschern abgeleitet war, auf einer Kultur, die aus der Assimilation mit den Khmer entstand und hatte im religiösen Bereich den singhalesischen Buddhismus als Grundlage, der von den Mon übernommen wurde. Um 1283 schuf Ramkhamhaeng das noch heute gebräuchliche Thai-Alphabet. Als älteste bekannte Inschrift in der Thai-Sprache gilt seine Regierungserklärung von 1292, die sich heute im Nationalmuseum Bangkok befindet. Sie erklärt den König zum Vater seiner Untertanen, zu deren Wohl er agieren soll. Freier Zugang zum König, freier Handel und Steuerfreiheit sowie eine milde Justiz machen diesen Staat zu einem für die damalige Zeit vergleichbar modernen Staatswesen. Schließlich gehörten zu seinem Einflussbereich: Phrae, Nan, Luang Prabang, Phitsanulok, Lom Sak, Vientiane, Suphanburi, Ratchaburi, Phetchaburi, Nakhon Si Tammarat, Tak, Mae Sot, Tenasserim, Tavoy, Martaban, Taungup und Pegu.

Gleichzeitig bildeten sich weitere Thai-Fürstentümer mit lokalen Machtzentren in Chiang Mai (durch den laotischen König Mangrai 1292 gegründet als Hauptstadt des Königreiches Lan Na ("Land der Millionen Felder")) und in Ayutthaya. Diesen beiden Reichen kam entgegen, dass die Nachfolger Ramkhamhaengs sich weniger als Kriegsherren betrachteten, sondern sich mehr der Religion und der Wissenschaft zuwandten. Sukhothai hat ein so reiches Erbe an Kunstwerken, architektonischen und kulturellen Errungenschaften hinterlassen, dass diese Periode als die Blütezeit der Geschichte Thailands angesehen wird.

Ayutthaya nutzte die mangelhafte Wehrhaftigkeit von Sukhothai aus. Der Fürst U Thong übernahm das Königreich praktisch ohne Blutvergießen 1350, dessen König Lue Thai wurde zum Vasallen Ayutthayas. U Thong trat als erster König der Ayutthaya-Periode mit Namen Rama Thibodi ins Rampenlicht.

Das Sukhothai Reich chronologisch:

  • 1238 Siams Geschichte beginnt mit dem Reich Sukhothai als König Sri Intraditya Sukhothai von den Khmer eroberte 

  • 1238 - 1257 1238 eroberte Inthrathit Sukhothai von den Khmer und gründete das Thai Königreich von Sukhothai. Seine Frau Königin Nang Suang gebar 5 Kinder davon 3 Söhne davon wurden zwei (Ban Muang, Ramkhanmaeng später selbst Könige 

  • 1239 - 1317 Lebzeit v. König Mengrai, Herrscher des Lan Na-Reichs 

  • 1253 Kublai Khan überfällt Nan Chao (in südl. China), weitere Völkerwanderung in Richtung Süden 

  • 1253 Gründung des Königreich Siam 

  • 1257 die letzten geschwächten Khmer werden aus Sukhotai vertrieben 

  • 1257 - 1279 König Ban Muang von Sukhothai- ältester Sohn von Inthrathi von (1238) 

  • 1259 - 1317 Regierungszeit v. Mengrai, Einigung der nördlichen Fürstentümer

  • 1262 Gründung v. Königreich Lan Na u. Chiang Rai 

  • 1268 König Mengrai gründet Fang 

  • 1270 - 1279 Regierungszeit v. Ban Muang in Sukkhothai, noch ist Sukhotai eine lokale Größe 

  • 1275 entsandte König Mengrai seinen besten Spion, Ai Fa, nach Haripuncha, um eine Methode ausfindig zu machen, um die Stadt zu erobern.  Der König von Mae Sot erkannte im Jahr 1278 n.Chr. die eigentliche strategische Bedeutung Sukhothais mit seiner einzigartigen Lage an den alten Handelswegen zwischen Pagan und Angkor und griff Sukhothai mit einem weit überlegenen Heer an.

  • 1279 Ramkamhaeng wird König 

  • 1281 Mengrai erobert Haripunchai 

  • 1282 China sandte eine Abordnung um einen Friedensvertrag mit Sukhotei auszuhandeln. Ramkamhaeng reiste selbst 2 mal nach China. Bei späterer Gelegenheit brachte er chinesische Handwerker mit heim, welche die Fertigkeiten der Sanghalok (Swankhalog)-Töpferei beherrschten. Diese wurde später auch exportiert und ist bis heute noch bekannt. Es gab auch Beziehungen zwischen S. und Ceylon auf religösem Gebiet und eine grosse Zahl Thais wurden Mönche auf Ceylon und brachten so die Richtung des Buddhismusses ins Land. Das Phra Buddhasihing Buddha Bildnis wurde von Ceylon übernommen 

  • 1283 Ramkamhaeng entwickelt die Schrift 

  • 1287 Ramkamhaeng schließt Bündnisse mit den Staaten Lan Na und Phayao 

  • 1289 Mengrei verleibt Lan Na Gebiete Burmas ein. 

  • 1292 Gründung von Chiang Mai 

  • 1294 Ramkamhaeng führt in Süden, nahe Phetchaburi, Krieg 

  • 1294 Ramkamhaeng reist nach China 

  • 1296 Ramkamhaeng verteidigte eine Stein-Inschrift, Zeuge vieler demokratischer Aspekte, heute im National Museum 

  • 1298 Ramkamhaeng stirbt 

  • 1298 - 1346 Regierungszeit von Lo Thai (Loethai), Beginn des Reichsverfall (Sukhotai) 

  • Ende 13. Jh. Chinesen bezeichenen Sukhotai als Siam

  • um 1300 n.Chr. Nach dem Tod Ramkhamhaengs und die Aufteilung der Macht in mehreren Fürstentümer zerfällt Sukhothai an Bedeutung. 
    Ayutthaya als neue Kapitale gewinnt an Bedeutung. 

  • 1321 Tak, ehemals Teil von Sukhotai fällt an Lan Na nur noch kleines Reich im Machtkampf vieler Staaten. 

  • 1346 -1347 Regierungszeit von Ngua Nam Thom (Nguanamthom) 

  • 1347 Eine verheerende Seuche dezimierte U Thongs Bevölkerung um mehr als die Hälfte und veranlaßte die Fürstenfamilie U Thong zu verlassen. 

  • 1347 - 1374 König Mahathmmaratcha I (Luthai) von Sukhothai 

  • 1347 - 1368 Regierungszeit von König Liu Thai in Sukhotai 

3. Siam - das Ayutthaya Reich

Über vier Jahrhunderte lang bestimmt Ayutthaya wesentliche Elemente der Geschichte Südostasiens und wird in dieser Zeit durch 33 Herrscher mal mehr, mal weniger gut regiert.

Rama Thibodi kämpfte zunächst erfolgreich gegen die Khmer, eroberte Angkor und vertrieb den Khmer-König nach Laos. Er ließ nach dem Vorbild von König Ramkhamhaeng ein Gesetzbuch verfassen, das sich als Codex unter Beachtung der Thai-Sitten an hinduistische Quellen anlehnte. Gleichzeitig sorgte er für den Bau von Tempeln und für die Einführung des Theravada-Buddhismus, um sich von den hinduistisch beeinflussten Khmer abzugrenzen.

In der Folge gelang es den Königen von Ayutthaya, das Reich der Khmer im Jahre 1431 endgültig zu zerstören und die Dynastie von Sukhothai zu beenden, indem ein Prinz von Ayutthaya zum Gouverneur in Phitsanulok (Bisnuloka) gemacht wurde.

Lan Na und Ayutthaya befanden sich während der ganzen Zeit im Kriegszustand, wobei ein relatives Kräftegleichgewicht einen Sieg der einen oder anderen Seite verhinderte. Die Verlegung der Hauptstadt von Ayutthaya zum weit nördlich gelegenen Phitsanulok durch König Boroma Trailokanath verrät jedoch, dass man gewillt war, sich der Angriffe von Lan Na zu erwehren. Mit der endgültigen Ablösung der Sukhothai-Dynastie waren die freien und fortschrittlichen Tage der Thai erst einmal vorbei. Die Könige von Ayutthaya sahen sich als unumschränkte Herrscher, die über Leben und Tod ihrer Untertanen bestimmen konnten.

Im Jahre 1488 zog der Hof von Phitsanulok wieder zurück nach Ayutthaya. Rama Thibodi II. (1491 – 1529) war der erste Thai-Herrscher, der Kontakt zu den Europäern aufnahm. Er empfing zwischen 1509 und 1516 drei Gesandtschaften aus Portugal, die schließlich Handelsniederlassungen errichten durften. In der Folgezeit verstärkten sich die Rivalitäten zwischen Birma und Ayutthaya. 

Siam [Thailand]  History Map anno 1400 - Königreiche Ayutthaya (Tai), Sukhothai, Lanna, Mon (Burma), Lan Xang (Laos),  Khmer (Kambodscha), Dai Viet (Vietnam), Cham Pa,  Langkasuka (Malaien)
Karte: Königreich Ayutthaya anno 1400

1549 drangen die Birmanen bis nach Ayutthaya vor, das sie 4 Monate vergeblich belagerten. 7 Jahre später konnte König Bayinnuay immerhin Lan Na erobern und Chiang Mai besetzen. 

Er stieß dann südwärts vor und konnte schließlich 1569 Ayutthaya einnehmen. Prinz Naresuan, der lange Jahre als Geisel in Birma festgehalten worden war, widerruft seinen Treueeid und vertreibt die Birmanen durch mehrere glänzend geführte Schlachten.

Naresuan wird König von Ayutthaya (1590 – 25. April 1605), bei Nong Sarai besiegt er die Birmanen und tötet den birmanischen Kronprinzen in einem Zweikampf. Ein Jahr später erobert er Tenasserim und Tavoy zurück. 

Siam ist damit wieder in den Grenzen von 1549 vereint. Naresuan verstärkt die Beziehungen zu Portugal und Spanien durch einen Vertrag von 1598 mit König Philipp II., die er mit einer Armee bei Martaban unterstützt.

In der Folge kann Naresuan seinem Machtbereich das Territorium Pegu hinzufügen. Sein Bruder Ekathotsarot (Eka Thotsarot) war König von Ayutthaya in Thailand von 1605 – 1610. 

King Ekathotsarot Ayutthaya
Foto: König Ekathotsarot in Ayutthaya

Als Nachfolger des Königs Naresuan der Große, seines Bruders, erbte er ein Reich, das die größte je erreichte Ausdehnung Siams repräsentierte. Hatte er zu Zeiten der Regentschaft von Naresuan eng an dessen Seite die jahrzehntelangen Schlachten gegen Birmanen und Kambodschaner gefochten, konzentrierte er sich in seiner Zeit auf die Festigung der politischen Organisation Siams und auf die Außenbeziehungen. 

König Ekathotsarot  öffnet Siam weiter für die Europäer, ohne sich zu sehr an die eine oder andere Macht anzulehnen. Kurz nach seiner Inthronisation tauchten die ersten Holländer in Siam auf. Ekathotsarot sandte als erster König Thailands auch eine Gesandtschaft nach Europa: 1608 an Maurits (Moritz von Oranien) an den Haag. Dies war der Beginn einer mehr als 160 Jahre währenden Beziehung mit der Holländischen Ostindienkompanie. Schon früh gelangten so Teleskope und Ferngläser nach Siam, eine damals neue Erfindung in Europa. 

Dies setzt sich unter König Songtham (1610 – 1630) fort, der Kontakt zu König Jakob I. von England aufnimmt.

1630 übernimmt ein Usurpator die Macht in Siam: Prinz Prasat Thong setzt sich auf den Thron und regiert 27 Jahre lang mit grausamer Hand. Streitigkeiten mit den Provinzfürsten werden gewalttätig gelöst und selbst die meisten Mitglieder seiner Familie lässt er hinrichten.

Siam [Thailand] Map anno 1686 - Thailand History
Foto: Siam [Thailand] Karte anno 1686

Nachdem der König schwer erkrankt, kommt es nach Thronstreitigkeiten zur Ernennung des Prinzen Phetracha (1688 – 1703) zum König. Er gibt der aufkommenden nationalistischen Partei nach, die entschlossen ist, den ausländischen Einfluss zurückzudrängen. Constantine Phaulkon wird als deren Aushängeschild hingerichtet, und die französischen Truppen werden vertrieben. In der Folgezeit schottet sich Siam über 130 Jahre gegen die Außenwelt ab. Diese Zeit bildet den Höhepunkt der Literatur Thailands, der königliche Hof wird Mittelpunkt des literarischen Lebens. Übersetzungen aus dem Sanskrit, dem Khmer, dem Pali fördern die Ausdruckskraft der Thai-Sprache.

Die Bedrohung durch die Birmanen nimmt zu, als dort die Konbaung-Dynastie an die Macht kommt und eine Eroberungsstrategie für Südostasien umsetzt. Bereits 1760 wird Ayutthaya belagert, zunächst vergeblich, doch 1766 kehrt König Hsinbyushin mit einer starken Streitmacht zurück und belagert Ayutthaya mehr als ein Jahr. Am 7. April 1767 fällt Ayutthaya, und eine beispiellose Verheerung der Stadt und seiner Bewohner beginnt. Was nicht geplündert wird, wird dem Erdboden gleichgemacht, Überlebende werden nach Birma verschleppt. Zahlreiche Schriften und Kunstwerke gehen für immer verloren. Ayutthaya hat damit als Hauptstadt Siams ausgedient. Ayutthaya ist die Metropole Südostasiens: eine Million Einwohner drängen sich in der Stadt, 375 Tempel, 94 Stadttore und 29 Festungen zählt die Stadt..

Das Ayutthaya Reich chronologisch:

  • 1350 Gründung von Ayutthaya.   Ramathibodi wird 1351 König des Reiches Ayutthaya 

  • 1354 - 1406 König Sai Lu Thai (Mahathammaracha II) von Sukhotai wurde 1378 Vasallenkönig von Ayutthaya 

  • 1355 - 1385 Ku Na regiert und stabilisiert das Lan Na-Reich 

  • 1360 erklärte Ramathibodi I. den Theravada Buddhismus zur Staatsreligion und holte buddhistische Mönche aus Ceylon nach Ayutthaya 

  • 1362 Rama Thibodi (U-Thong) erobert Phitsanulok, zu diesem Zeitpunkt eine wichtige Stadt im Königreich Sukhothai 

  • 1370 - 1388 Regierungszeit von König Boromrachathirat I in Ayutthaya 

  • 1374 - 1399 König Mahathmmaratcha II (Thammaracha II) von Sukhothai 

  • 1378 Der Ayutthaya-König Boromrachathirat I. erobert Sukhotai 

  • 1388 König Thong Chan von Ayutthaya wird ermordet 

  • 1388 - 1395 Regierungszeit von Ramesuan in Ayutthaya 

  • 1395 - 1409 Regierungszeit von König Ramracha in Ayutthaya 

  • 1399 - 1419 König Mahathmmaratcha III (Sai Luthai) (Thammaracha III) von Sukhothai 

  • 1406 - 1419 König Mathathammaracha III von Sukhotai 

  • 1409 - 1424 Regierungszeit von Intharacha I. in Ayutthaya 

  • 1419 - 1438 König Mathathammaracha IV von Sukhotai 

  • 1424 - 1448 Regierungszeit von Borommaracha II. (Sam Phraya) von Ayutthaya 

  • 1431 - 1432 Borommaracha II. nimmt Angkor ein 

  • 1438 Sukhotai endgültig Teil des Ayutthaya-Reiches 

  • 1441 - 1482 Regierungszeit von Tilok 

  • 1442 - 1443 Ayutthaya zieht gegen Lan Na ins Feld 
    1448 - 1488 Regierungszeit von Boromma Trailokanat reformiert Recht und Verwaltung grundlegend 

  • 1456 - 1457 Lan Na und Ayutthaya kämpfen um die Vorherrschaft in der Zentralebene 

  • 1463 Boromma Trailokanat verlegt aus Strategischen Gründen die Hauptstadt für einige Jahre nach Phitsanulok 

  • 1477 Achtes buddhistisches Konzil in Chiang Mai 

  • 1491 - 1529 Regierungszeit von Rama Thibodi II. 

  • 1507 - 1515 Ayutthaya führt Krieg gegen Lan Na 

  • 1512 erste Europäer kommen (Portugiesen) 

  • Ab 1515 - Die Portugiesen, seit 1511 Herren in Malacca (heute Melaka) im Süden der Malaiischen Halbinsel, sind die ersten Europäer, die Handelsbeziehungen zum König von Siam, Thibodi II. (1491-1529), aufnehmen. Die Spanier folgen Ende des 16. Jahrhunderts, Holländer, Briten und Franzosen Anfang des 17. Jahrhunderts. 

  • 1516 König Rama Thibodi II. erlaubt den Portugiesen in Ligor eine Handelsniederlassung zu gründen 

  • 1529 - 1533 Regierungszeit von Boromrachathirat IV. in Ayutthaya 

  • 1533 - 1534 Regierungszeit von König Ratsadathirat in Ayutthaya 

  • 1534 - 1547 Regierungszeit von König Chairacha in Ayutthaya 

  • 1547 - Juni 1548 Regierungszeit von König Yod Fa. in Ayutthaya (wurde ermordet) 

  • Juni 1548 - Juli 1548 König Worawongsathirat nur kurze Zeit als Thronräuber 

  • 1548 - 1569 Regierungszeit von König Mahachakrapat in Ayutthaya 

  • 1555 Naresuan wird geboren 

  • 1558 Birmanen nehmen erstmals Chiang Mai ein 

  • 1564 Birmanen fallen ins Königreich Ayutthaya ein 

  • Januar 1569 - August 1569 Regierungszeit von König Mahinthrathirat in Ayutthaya

  • 1569 - 1590 Regierungszeit von König Mahathammaracha 

  • 1590 - 25.4.1605 Regierungszeit von König Naresuan 

  • 1569 - 1593 Ayutthaya ist von Burma besetzt 

  • 1585 - 1587 Naresuan schlägt zwei mal die Birmanen 
    1593 Naresuan besiegt Birma in der Schlacht von Nong Sarai 

  • 1598 Naresuan von Ayutthaya vertreibt die Birmanen kurzfristig aus dem Norden 

  • 1604 Holländer erstmals in Ayutthaya 

  • 1605 - ca. 1610 Regierungszeit von König Ekathosarot 

  • 1608 Siam schickt die erste Gesandschaft nach Europa 

  • 1610 - 1611 Regierungszeit von König Phra Sri Saowaphak 

  • 1611 - 1628 Regierungszeit von König Intharacha (Song Tham) 

  • 1612 Engländer kommen nach Siam 

  • 1615 Die Birmanen unterwerfen abermals Lan Na 

  • 1621 Die Dänen kommen nach Siam 

  • 13.12.1628 - August 1629 Regierungszeit von König Chettathirat 

  • August 1629 - September 1629 Regierungszeit von König Athittayawong 

  • 1629 - 1656 Regierungszeit von Prasat Thong 

  • 7.8.1656 - 8.8.1656 Regierungszeit von König Chai 

  • 8.8.1656 - 26.10.1656 Regierungszeit von König Sri Suthamracha 

  • 26.10.1656 - 11.7.1688 Regierungszeit von Narai. Der europäische Einfluß war am größten unter König Narai, der Diplomaten, Händler und Missionare aus aller Welt, besonders jedoch aus Europa, willkommenhieß. Unter seiner Regentschaft hatte Ayutthaya fast eine Million Einwohner und war damit größer als London zur damaligen Zeit 

  • 1660 Narais Versuch, Chiang Mai und Lampeng in Lan Na von Birmas Besetzung zu befreien, scheitert 

  • 1664 erzwang Holland unter der Androhung militärischer Gewalt den Abschluß eines Vertrags, der ihm ein Monopol in den wichtigsten Bereichen des Außenhandels einräumte

  • 1665 - 1690 Um den holländischen Einfluß zu vermindern, wurden zwischen 1665 und 1690 diplomatische Kontakte zwischen Ayutthaya und Frankreich aufgenommen 

  • 1662 Narai fällt in Birma ein, erste französische Jesuiten in Ayutthaya 

  • 1678 Konstantin Phaulkon kommt ins Land 

  • 1685 Ayutthaya empfängt die erste französische Gesandtschaft von Louis XIV. Ziel war die Bekehrung zum christlichen Glauben. 

  • 1687 traf eine französische Gesandtschaft mit mehr als 600 gut ausgerüsteten Soldaten ein. König Narai, beraten durch den griechischen Abenteurer Konstantin Phaulkon, geriet in den Augen des Thai Adels und der königlichen Familie mehr und mehr unter europäischen Einfluss. 

  • 1687 König Narai erklärte Krieg gegen die britische Ost-Indien-Gesellschaft 

  • 1688 Narais Tod löst Palastrevolte in Ayutthaya aus. Phaulkon wird hingerichtet. ( Phaulkon wurde geköpft und die französischen Soldaten wurden vertrieben) Petraja besteigt den Thron. Ayutthaya verschließt sich für 130 Jahre dem Ausland 

  • 11.7.1688 - 1703 Thronräuber Petracha regiert Ayutthaya 

  • 1703 - 1709 Regierungszeit von König Sanphet VIII. 

  • 1709 - 1733 Regierungszeit von König Phumintharacha (Thai Sa) 

  • 1727 General Thip besiegt die Birmanen und ruft sich zum König v. Lampang aus 

  • 1733 - 1758 Boramakot König von Ayutthaya 

  • König Rama I. wurde 1737 in Ayutthaya geboren. Im Alter von 25 Jahren wurde er zum Gouvaneur des Provinzes Ratchaburi vorgeschlagen 

  • 1737 - 1809 Lebzeit v. Rama I. Phra Phuttayodfa Chulalok 

  • 13.4.1758 - Mai 1758 Regierungszeit von König Uthumphorn 

  • Mai 1758 - 7.4.1767 Regierungszeit von König Suriyamarin (Ekathat) 

  • 1766 Birmanen belagern nach Einnahme von Chiang Mai Ayutthaya 

  • 1767 Ayutthaya wird zerstört und Thonburi wird Hauptstadt, König Ekatat wird ermordet und Taksin wird König 

  • 1776 Taksin von Thon Buri und Kawila von Lampang erobern Chiang Mai zurück 

4. Die Bangkok Chakri Dynastie 
Mit 500 Getreuen kann der chinesisch-stämmige General Paya Tak (Taksin) der birmanischen Verheerung entgehen. Der noch regierende König Ekatat wird umgebracht. Taksin sammelt schnell über 5000 Kämpfer und lässt sich in der neuen Hauptstadt Thonburi nieder. Seine Hauptaufgabe ist jetzt der Wiederaufbau des Reiches und die Rückeroberung der durch die Birmanen nur schwach besetzten weiten Landstriche Siams. 1776 nimmt er Chiang Mai, zwei Jahre später Vientiane. Und auch das Khmer-Reich wird wieder zum Vasallen Siams. Jedoch verfällt Taksin zunehmend dem Wahnsinn und verhängt zahlreiche Todesurteile gegen Menschen aus seiner Umgebung. Nach einer Verschwörung wird er von Palastpersonal mit Samt umhüllt, weil niemand den König berühren darf, und mit einer Keule aus Sandelholz auf den Kopf geschlagen damit sein Blut nicht vergossen wird. Nach seinem Tod wird sein fähigster General Phraya Chakri von seinem Feldzug gegen Burma zurückgerufen und besteigt am 6. April 1782 als König Rama Thibodi oder Rama I. den Thron.

King Rama I. Phra Phuttayodfa Chulalok
Foto: König Phra Chulalok - Rama I

König Rama I. Phra Phuttayodfa Chulalok (1782 – 1809)

Als Begründer der Chakri-Dynastie baut er einen neuen Palast auf der Thonburi gegenüberliegenden Seite des Flusses Maenam Chao Phraya (siehe Rattanakosin).

Der Palast bildet gleichzeitig den Ursprung des modernen Bangkok. 

Rama I. setzt die von Taksin begonnene Restauration des Reiches fort. 

Die kambodschanischen Provinzen Mongkolborei, Sisophon und Korat fallen an Thailand. Im Süden dehnt er das neue Reich bis Trengganu (heute in Malaysia) aus.

 Der König setzt sich zum Ziel, die alte Pracht von Ayutthaya auf die neue Hauptstadt zu übertragen. Dazu werden Klongs (Kanäle) ausgehoben und prächtige Tempel geschaffen.

König Rama II. Phra Phuttaloetla (1809 – 1824)
Während der Regierungszeit des Sohnes von Rama I. werden die Beziehungen zu Europa wieder aufgenommen. Die Diplomatische Vertretung von Portugal wird als erste Botschaft in Bangkok errichtet. 
Rama II. holt den Schriftsteller Sunthorn Pu an seinen Hof, ein Beweis für den Stellenwert der Literatur in jener Zeit.

König Rama III. Phra Nang Klao (1824 – 3. April 1851)
Siam wird von den europäischen Mächten zunehmend als Interessengebiet betrachtet, dessen man sich versichern sollte. Rama III. widersetzt sich diesen Bestrebungen mit einer Art Schaukeldiplomatie, die bis heute ein Kennzeichen thailändischer Politik ist und die sich als äußerst effektiv gegen die Vereinnahmung durch Großmächte erwiesen hat. Jedenfalls bleibt Siam der einzige Staat in der Region, der nicht kolonisiert worden ist. Im Gegenteil kommt ihm die Kolonialpolitik der Engländer sogar zugute, die Birma als ständigen Herd der Bedrohung Siams praktisch neutralisieren. Rama III. gründet mit Wat Pho die erste Universität des Landes in Bangkok. Im Siamesisch-Vietnamesischen Krieg 1841-1845 konnten die Siamesen erneut die Souveränität über Kambodscha behaupten. 

King  Mongkut -  Rama IV - Thailand
Foto: König Mongkut - Rama IV   

König Rama IV. Mongkut (3. April 1851 – 30. September 1868)

Vor seiner Thronbesteigung hatte Rama IV. 26 Jahre lang als Wandermönch und Abt eines Klosters gelebt. Er kam dabei auch in Kontakt mit westlichen Sprachen und Wissenschaften. 

Diese Erfahrungen bewegen ihn zu ersten gesellschaftlichen Reformen und zu einer Erneuerung des Buddhismus.

In der Außenpolitik öffnet er wirtschaftliche Möglichkeiten, ohne die Politik des Gleichgewichts gegenüber den Großmächten zu verlassen.

1858 gilt als das Jahr der ersten offiziellen deutsch-thailändischen Beziehungen. Die deutschen Hansestädte Hamburg, Lübeck und Bremen schließen einen Handelsvertrag mit dem Königreich Siam ab.

König Mongkut erlaubt dem preußischen Gesandten Graf Eulenburg, das Land zu bereisen und einen vielbeachteten Bericht darüber zu verfassen. Der Diplomat Eulenburg wurde 1861 erster Botschafter eines deutschen Staates und vereinbarte 1862 einen Freundschaftsvertrag mit Siam. Mongkut stirbt an Malaria, die er sich vermutlich bei der Beobachtung einer totalen Sonnenfinsternis in den siamesischen Sümpfen zugezogen hatte.

Thai King Chulalongkorn - Rama V
Foto: König Chulalongkorn - Rama V
König Rama V. Chulalongkorn (1. Oktober 1868 – 23. Oktober 1910)
Rama V. übernimmt als 15jähriger den Thron von seinem Vater, zunächst noch unter Vormundschaft eines Regentschaftsrates. 

Die Krönung findet 1871 statt. Er ist westlichem Gedankengut aufgeschlossen und setzt die Reformen seines Vaters fort, die durch europäische Verwaltungsfachleute unterstützt werden. Die Abschaffung des Kniefalls vor dem König und die beginnende Ächtung der Sklaverei, die endgültig 1905 verboten wird, zeugen von der liberalen Haltung.

Erstmals ist die Rede von den Kon Thai ("freie Menschen"). 

Im Jahr 1881 entsendet das Königreich Siam Prinz Prisdang Choomsai als 
ersten Botschafter nach Deutschland.

1882 entsteht die erste Eisenbahn zwischen Bangkok und Ayutthaya auf einer Strecke von 70 km. Der König führt 1895 einen Gesetzgebenden Rat ein, der aus den zehn Ministern und weiteren 12 Mitgliedern besteht, die direkt ernannt werden. 

Rama V. besucht 1897 und 1907 Europa und unter anderen auch das Deutsche Reich. Hier stiftet der König anlässlich eines Kuraufenthaltes in Bad Homburg die berühmte Thai-Sala im Kurpark. Rama V. hinterlässt durch seine umfangreichen Verwaltungsreformen einen modernen Staat Siam.

England hatte 1885 im dritten anglo-burmesischen Krieg Nordburma erobert. Es schloss 1896 mit Frankreich einen Vertrag, welcher den Mekong zur Grenze zwischen den beiden Kolonialmächten machte und Siam die Unabhängigkeit als neutraler Staat einräumte..

Im Französisch-Siamesischen Krieg 1893 besetzten die Franzosen Teile von Ost-Siam. Kanonenboote auf dem Chao Phraya belagerten Bangkok. Die Franzosen hielten Chantaburi und Trat 10 Jahre besetzt., so das Siam im Jahr 1893 sich aus Laos zurückziehen musste.

In den folgenden Jahren verlor Siam noch alle verbliebenen kambodschanischen Provinzen an Frankreich und die malayischen Sultanate an England, so dass die siamesische Hoheit über seine Nachbarvölker im Jahre 1910, als König Chulalongkorn starb, zu Ende war.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts übten deutsche Unternehmen einen großen Einfluss auf das Wirtschaftsleben Siams aus und entwickelten wichtige Bereiche der der Infrastruktur des Landes, wie der Bau des Telegrafennetzes, von Häfen und Eisenbahnstrecken.

Thailand Map: Siam Territorial losses colonialisation Indochina 1867-1909
Karte: Siam Gebietsverluste von-1867-1909

King Vajiravudh Rama VI - Thailand
Foto: König Vajiravudh - Rama VI
König Rama VI. Vajiravudh (23. Oktober 1910 – 26. November 1925)

Der älteste Sohn von Rama V. erhielt eine westliche Ausbildung (u.a. Studium in Oxford) und verstärkte die Anstrengungen im Bildungssektor, zum Beispiel durch die Gründung der Chulalongkorn-Universität in Bangkok im Jahre 1917 und durch die allgemeine Schulpflicht von mindestens vier Jahren. 

Im Juli 1917 endeten im Ersten Weltkrieg die bis dahin sehr engen deutsch-thailändischen Beziehungen. Unter seinem Herrscher Vajiravudh (Rama VI.) stellte sich Siam auf die Seite der Entente (Vereinigtes Königreich, Frankreich und Russland). Erst als sich eine Sieg der Westmächte über die Mittelmächte abzeichnete erklärte Siam dem Deutschen Reich den Krieg und unterstützte die Alliierten mit 2000 Soldaten. 
Dadurch erhielt Siam später im Jahre 1920 einen Sitz im Völkerbund. Die vorübergehend abgebrochenen Beziehungen wurden erst 1925 in vollem Umfange wiederaufgenommen. 

I1921 erliess Rama VI. ein Gesetz zur Gleichstellung von Mann und Frau. Alle Thai mussten einen Nachnamen annehmen, bis dahin waren nur einfache Namen gebräuchlich.


Foto: König Prajadhipok - Rama VII
König Rama VII. Prajadhipok (26. November 1925 - 2. März 1935)

Prinz Prajadhipok Sakdidej wurde am 8. November 1893 als jüngster Sohn von König Chulalongkorn und Königin Saovabha geboren. Als Bruder des Königs Vajiravudh war er normalerweise der zweite in der Thronfolge, jedoch der eigentliche Thronerbe Prinz Asdang Dechavudh verstarb im Februar 1925, so das Prajadhipok am 26. November gekrönt wurde.

Es waren die Jahre der Weltwirtschaftskrise, davon war auch Siam getroffen, so das auch der Hofstaat sparen musste und die damit steigende Unzufriedenheit endete im Sommer 1932 in einer Revolte. Das Königshaus wackelte, die Absolute Monarchie wurde in Frage gestellt. 
Noch am 6. April 1932 feierte das Land das 150-Jahr-Jubiläum der Chakri-Dynastie, zwei Monate später beendete ein unblutiger Staatsstreich die herrschende absolute Monarchie. 

Im Juni 1932 wurde durch einen Staatsstreich radikaler Offiziere und ziviler Beamter in Siam die absolutistische Königsherrschaft abgeschafft und durch eine konstitutionelle Monarchie ersetzt. Der als „Revolution“ deklarierte Machtwechsel bereitete einer nationalistischen, auf territoriale Expansion setzenden und mit dem Militär verbundenen Elite den Weg an die Macht. 

Der König Prajadhipok (Rama VII) stimmte einer konstitutionellen Monarchie zu und rettete damit seinen Thron. Die entsprechende Verfassung wurde am 10. Dezember 1932 verkündet. Am 2. März 1935 dankte der König letztlich doch ab, da er keine Chance sah, die weitere Entwicklung zu beeinflussen. Sein Thronfolger wurde Prinz Ananda Mahidol, Prajadhipok starb in England am 30. Mai 1941.

Die Chakri Dynastie chronologisch:

  • 1782 Taksin wegen Größenwahn hingerichtet, Rama I. begründet die Chakri-Dynastie und macht Bangkok zu Hauptstadt 

  • 1783 Baubeginn am Wat Phra Kaeo 

  • 1797 Rama I. verfaßt das Ramakien aus dem Ramajana-Epos 

  • 1800 Endgültige Vertreibung der Birmanen aus Siam 

  • 1808 - 1824 Regierungszeit v. Phra P. Naphalai (Rama II.) 

  • 1818 Rama II. nimmt nach 130 Jahren wieder Beziehungen zu Europa auf 

  • 1820 erste ausländische Botschaft in Siam (Portugiesen) 

  • 1824 - 1851 Regierungszeit v. Phra Nangklao (Rama III.) 

  • 1826 Der Burney-Vertrag gewährt den Briten beschränkte Handelsfreiheit 

  • 1827 Siamesische Truppen zerstören Vientiane 

  • 1828 Captain Low verfaßt das erste Buch über thailändische Sprache, welches in Singapore gedruckt wird 

  • um 1830 Siam kämpft in Kambodscha gegen Vietnam zur Verteidigung des Buddhismus. 

  • 1833 erste Handelsverträge mit den Amerikanern 

  • nach 1840 Siam besitzt die Macht in Kambodscha 

  • 1851 - 1868 Regierungszeit von Monkut (Rama IV.) 

  • 1851 Ab jetzt darf der König ungestraft angeschaut werden 

  • 1855 Koenig Mongkut (Rama IV) schliesst Handelsvertrag mit britischer Gesandtschaft unter Sir John Bowrin 

  • 1868 Mongkut Rama IV. stirbt und Chulalongkorn besteigt den Thron als 15 jähriger unter Vormundschaft 

  • 1868 verabschiedete Konvention über die Grenzziehung Thailand - Mayanmar (Burma) weist zwar den Moei-River als Demarkationslinie auf, die auch beiderseits akzeptiert wird, jedoch bestehen außerhalb dieser natürlichen Grenze in unzugänglichen Arealen und zerklüfteten Bergregionen Dispute um dortige Grenzlinien. Erschwert wird die Klärung aufgrund der Tatsache, dass Thailand und Myanmar zu bestimmten Gebieten an der 2.400 km langen Grenze unterschiedliche Grenzpläne besitzen 

  • 1868 - 1910 Regierungszeit von Chulalongkorn 

  • 1873 Beginn der Reformpolitik Koenig Chulalongkorns 

  • 1873 Lan Na wird dem Königreich Siam angegliedert, aus Haripunchai wurde Lamphun 

  • 1869 Erste gepflasterte Straße: Charoen Krung (8 km) 

  • 1874 Entsendung eines Thai-Hochkommisars nach Lan Na 

  • 1874 Rama V. verabschiedet ein Reformpaket das die Konservativen (bua boran) aufbringt 

  • 1875 Opposition d. Konservativen führt zur Palast-Krise woraufhin Rama V. einige Reformen entschärft 

  • 1882 erste 70 km lange Bahnstrecke von Bangkok nach Ayuutthaya 

  • 1885 Prinz Devawongse wird Außenminister 

  • 1887 Prinz Devawongse nimmt in London an der Feier von Queen Victorias teil 

  • 1888 Einführung eines neuen zentralisierten Verwaltungssystem 

  • 1892 Einrichtung neuer Ministerien 

  • 1893 Frankreichs Einverleibung von Laos entfacht den Konflikt mit Frankreich. Kanonenboote demonstrieren auf dem Chao Phraya die Macht (Paknam-Zwischenfall). Chanthaburi von Franzosen besetzt. 

  • 1897 Europareise König Chulalongkorns (1868 - 1910) Ch. besuchte Italien, die Schweiz, den Vatikan, Russland, Schweden, die Niederlande, Frankreich, Spanien, Portugal, Österreich-Ungarn, Großbritannien und das Deutsche Reich (im August und Oktober 1897). Hier besuchte er u.a. die Städte Dresden, Potsdam, Berlin, Schwerin, Hamburg, Essen, Baden-Baden, Darmstadt. 

  • 1898 begann der Bau der Nothern Railway von Bangkok nach Chiang Mai 

  • 1905 Abschluß der Abschaffung der Sklaverei 

  • 1907 zweite Europareisen König Chulalongkorns (1868 - 1910). Im Gegensatz zu der ersten Reise, die den Charakter eines offiziellen Staatsbesuches gehabt hatte, war der zweite Europaaufenthalt des Königs eher privater Natur. Neben Aufenthalten in Italien, Frankreich, Großbritannien, Skandinavien und Österreich-Ungarn führte ihn sein Weg mehrere Male nach Deutschland, wo er sich auf Anraten seiner Ärzte in Bad Homburg einer dreimonatigen Kur unterzog. Und zum Dank fuer seinen angenehmen Kuraufenthalt, errichtete Chulalongkorn im Kurpark von Bad Homburg eine Thai-Sala. 

  • 1909 Siam überläßt den Briten die Kontrolle über die Mallayischen Staaten: Kelatan, Perlis, Terengganu und Kedah

  • 1910 - 1925 Regierungszeit von König Vajiravudh (Rama VI.) 

  • 1911 Rama VI gründet die Elite-Einheit "Wilde Tiger" 

  • 1916 Thais müssen einen Nachnamen annehmen und der Gregorianische Kalender wird zusätzlich eingeführt. 

  • 1916 Im Ersten Weltkrieg stellt sich Siam auf die Seite der Alliierten und erklärt 1917 Deutschland den Krieg. 

  • 1917 Rama VI eröffnet Chulalongkorn Universität, neue bis heute bestehende Nationalflagge 

  • 1921 König Rama VI. erlässt ein Gesetz zur Gleichstellung der Geschlechter, allgemeine Schulpflicht wird eingeführt. 

  • 1922 Beendigung der Gleisarbeiten für den Southern Railway „Bangkok - Butterworth (Malaysia)“ 

  • 1925 (26.11.) Prajadhipok wird König (Rama VII.) 

  • 1925 Rama VII. zieht in den Chitralada Palast in Dusit um 

  • 5.12.1927 Geburtstag von Bumibol 

  • 1930 Gründung der kommunistischen Partei Thailands CPT - 1930 wird die CPT, die Kommunistische Partei Thailands, gegründet. Militärs stürzen den König am 24. Juni 1932 in einem gewaltlosen Putsch und errichten eine konstitutionelle Monarchie mit Rama VII. an der Spitze. 

  • 1931 erst jetzt wurde Nan dem Königreich Siam angegliedert 

  • Juni 1932 - Juni 1933: Premierminister: Phraya Manopakarn Nitithada 

  • Juni 1933 - Dezember 1938: Premierminister: Phraya Bahon Phonpayuhasena 

  • 24. Juni 1932 Nach einem gewaltlosen Staatsstreich durch das Militär wird in Siam die absolute Monarchie zu einer konstitutionellen Monarchie umgewandelt. Doch die neue Regierung entwickelt sich allmählich zur Diktatur. 

  • 12. 8.1932 Geburtstag von Königin Sirikit 

  • 1932 Staatsstreich. Ende der absoluten Monarchie. Sozialrevolutionaere Wirtschaftspläne von Pridi Phanomyong 

  • 1933 Erste antikommunistische Gesetzgebung wird verabschiedet 

  • 1933 Gründung der Thammasat-Universitaet in Bangkok deren liberales Selbstverständnis bis in unsere Tage eine zentrale Rolle spielt, Gründungsmitglied ist Pridi Phanomyong. 

  • 1934 (02.03.) Prajadhipok dankt ab und Ananda Mahidol wird König (Rama VIII.) 

  • König Rama VII. Prajadibok (26. November 1925 – 2. März 1935) - Als Neffe seines Vorgängers hat Rama VII. mit dem auch in Südostasien aufkommenden Kommunismus zu kämpfen. 

  • 1933 wird die Thammasat-Universität in Bangkok gegründet, die mit liberalen Selbstverständnis bis heute ein Symbol für Freiheit und Demokratie bleiben soll. 

  • 1935 dankt Rama VII. ab.

  • 1935 Verbot der kommunistischen Partei Siams 

  • 1938 Phibun Songkram wird Premierminister 

5. Siam wird in Thailand umbenannt - das moderne Thailand der Gegenwart

King Rama VIII. Ananda Mahidol
Foto: König Mahidol Rama VIII

König Rama VIII. Ananda Mahidol (2. März 1935 – 9. Juni 1946)

Der in Heidelberg (Deutschland) geborene Sohn von Rama VII. ist gerade mal 9 Jahre alt, als er die Königswürde erhält. Zunächst übernimmt ein Regentschaftsrat die Geschäfte. 

1939 wird Siam offiziell in Thailand umbenannt  
(Phratet Thai, übersetzt "Land der Freien").

5.1  –  1940 bis 1946  –  Thailand im 2. Welttkrieg unter Feldmarschall Plaek Pibulsongkram
Thailand vereinbart 02. September 1940 mit Großbritannien einen Nichtangriffspakt.

Field Marshal Plaek Phibunsongkhram
Foto: Plaek Pibulsongkram

Am 01. Dezember 1940 beginnt der Französisch-Thailändische Krieg. Hintergrund: Thailand wollte nach der Niederlage Frankreichs gegen Deutschland Gebiete in den französischen Kolonien Laos und Kambodscha zurückerobern, welche es 1904 und 1907 an die französiche Kolonialmacht hat abgeben müssen. 

Nachdem sich die thailändische Regierung unter der autoritären Führung von Feldmarschall Plaek Pibulsongkram „Phibun“ im Spätsommer 1940 der Rückendeckung für eine entsprechende Gebietserweiterung bei den USA, Großbritannien, Deutschland und Japan rückversichert hatte, begannen die Kämpfe im Oktober 1940 mit von den thailändische Streitkräften ausgehenden Grenzzwischenfällen.

Die französische Marine beschoss am 01.12.1940 die thailändische Küstenstadt Trat und bombardierte Grenzstädte.

Flugzeuge der thailändischen Luftwaffe griffen daraufhin im Dezember 1940 bei Trat drei französische Schiffe an. Nun bombardierten französische Bomber die Städte Udon Thani und Nong Khai. Am 6.Januar überquerten thailändische Bodentruppen die kambodschanische und laotische Grenze. Am 11. Januar griff eine thailändische Flugstaffele die nordvietnamesische Stadt Hanoi an. Thailand dominierte die Kämpfe auf dem Land und in der Luft, musste jedoch eine schwere Niederlage in der Seeschlacht von Koh Chang am 17. Januar 1941 hinnehmen. 

 

Siegesdenkmal ( Siegessäule Bangkok)
Foto: Victory Monument-Bangkok

In Geheimverhandlungen im Mai 1940 unter der Vermittlung des Japanische Kaiserreichs trat die französischen Kolonialverwaltung in Indochina die Provinzen Sayaburi, Battambang und Siem Reap (außer Angkor Wat) an Thailand ab. 

Der Krieg hatte Frankreich über 300 und Thailand knapp 100 Tote gekostet. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab Thailand die eroberten Gebiete an Französisch-Indochina zurück. Der Prestigegewinn für Thailand war jedoch enorm, hatte man doch als 1. asiatisches Land eine europäische Kolonialmacht bezwungen. Die Zugeständnisse waren die Bedingung für eine Aufnahme Thailands am 12. Dezember 1946 in die Vereinten Nationen (UN).

1941 wurde das Siegesdenkmal in Bangkok errichtet. 

Die japanische Expansion 1941 bringt Thailand in eine prekäre Lage - es liegt genau zwischen Malaya und Birma, Gebiete die bei Ausbruch des Krieges im Pazifik schnell an Japan fallen. 

Auf massiven Druck Japans muss Thailand im Dezember 1941 einen Bündnisvertrag mit dem Nippon Kaiserreich abschließen. 

Die Japaner stationieren 150.000 Soldaten in Bangkok und in der westlichen Provinz Kanchanaburi, durch die die strategisch wichtige Eisenbahn über den Kwae Noi (River Kwai) geführt werden soll. Gebaut wird die sogenannte Todesbahn von Juni 1942 bis Oktober 1943, es sterben dabei über 90.000 Menschen. Nach kurzen Gefechten am 8. Dezember 1941 billigte die thailändische Regierung den Zugriff Japans auf thailändische Ressourcen. Kurze Zeit später unterzeichnete Phibul ein gegenseitiges Beistandsabkommen, das Japan vollen Zugriff auf das thailändische Eisenbahnsystem gab und Straßen, Flugplätze, Marinebasen und Kommunikationssysteme einschloss. Thailand erhielt mit japanischer Hilfe die 1909 an England verlorenen Gebiete im Süden zurück und konnte in den Shan-Staaten Birmas einen Angriff beginnen. Damit waren sämtliche Ansprüche Thailands an Gebiete erfüllt, die aufgrund der diplomatischen und militärischen Erpressung durch England und Frankreich zwischen 1893 und 1909 aufgegeben werden mussten.

Anfang 1942 muss Thailand Großbritannien und den USA den Krieg erklären. Der thailändische Botschafter in den USA verweigert jedoch die Überbringung der entsprechenden Urkunde. Thailand wird von den USA daraufhin nicht als Feind behandelt. 

Obwohl Thailand während des Zweiten Weltkrieges faktisch ein Bündnispartner der Achsenmächte Japan und Deutschland war, gelang es der zunächst im Untergrund operierenden „Freien Thai-Bewegung“ ein Jahr vor Kriegsende, den pro-japanischen Militärmachthaber Phibun Songkhram zu stürzen und einen Frontwechsel Thailands herbeizuführen.  Die Beziehungen zum Deutschen Reich wurden noch 1944 abgebrochen. An Großbritannien muss Thailand nach Kriegsende jedoch 1,5 Millionen Tonnen Reis als Reparation liefern.

Am 9. Juni 1946 kommt der junge Ananda Mahidol als König Rama VIII. unter gewaltsamen, mysteriösen und nie zweifelsfrei geklärten Umständen ums Leben. Sein junger Bruder sieht sich plötzlich mit der Aufgabe konfrontiert, die Thronfolge zu übernehmen.

5.2  –  König Rama IX. Bhumibol Adulyadej der Große (seit 9. Juni 1946)

König Bhumibol  - Rama IX.
Foto: König Bhumibol - Rama IX

König Bhumibol Adulyadej wurde am 5. Dezember 1927 in Cambridge, Massachusetts (USA), geboren, da sich sein Vater hier zum Medizinstudium aufhielt. Er studierte Naturwissenschaften in der Schweiz, als ihn die Nachricht vom Tode seines Bruders erreichte.
Am 9. Juni 1946 bestieg Bhumibol Adulyadej als König Rama IX den Thron. 
Er ist somit der am längsten amtierende Monarch in der Geschichte Thailands und damit auch das derzeit am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Ganz nebenbei ist er mit geschätzten 35 Milliarden US-Dollar Vermögen auch der reichste Monarch weltweit.

Im August 1946 kehrte er zunächst nach Lausanne zurück, um seine Ausbildung in der Schweiz zu beenden. Für seine neuen königlichen Aufgaben orientierte er sich um und schloss in Politik und Rechtswissenschaften ab.  Am 28. April 1950 eine Woche vor seiner offiziellen Krönung heiratete er Mom Rajawongse Sirikit Kitiyakara im Sra-Pathum-Palast.

Die Krönungszeremonie fand am 5. Mai 1950 im Großen Palast in Bangkok statt.
Am selben Tag machte er seine Frau zur Königin, der 5. Mai, Tag der Krönung ist seither ein öffentlicher Feiertag in Thailand. 

Im Jahre 1951 kam er endgültig aus Europa zurück und nahm in Bangkok seine Amtsgeschäfte auf. 

Seither führte er in zahlreichen Entwicklungsprojekten, insbesondere für die Bewässerung unterentwickelter Landesteile, selbst Regie und kümmerte sich um Not und Probleme im Land. 

Das hat der Monarchie und ihm persönlich die vorbehaltlose Sympathie der Thai eingebracht.

Zwischen 1951 und 1955 sowie später auch 1958 bis 1968 waren alle Parteien verboten. 

1959 wurde eine neue provisorische Verfassung mit größeren Vollmachten für den Regierungschef, damals Marschall Sarit Dhanarajata, in Kraft gesetzt.

1952 wurden diplomatische Beziehungen zwischen der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland und Thailand aufgenommen. Im Jahre 1960 fand ein Deutschlandbesuch von König Bhumibol und Königin Sirikit statt.
5.3  –  1960 bis 1973  –  Thailand im Schatten vom Vietnamkrieg  –  Kommunistische Partei 

Im Jahre 1960 wurde in Bangkok das Goethe-Institut Bangkok eröffnet. Im März 1960 eröffnen die verbündeteten USA als Schutzmacht drei Militärflugplätze in Nakhorn Ratchasima (นครราชสีมา), Ubon Ratchathani (อุบลราชธานี) und Udon Thani (อุดรธานี).

Es wird in Thailand 1960 die siebenjährige Schulpflicht (ประถม - prathom) eingeführt.

US Airbase in Thailand (Vietnamkrieg)


Foto: General Thanom Kittikachorn

Von 1963 bis 1973 regierte in Thailand eine Militärregierung unter Thanom Kittikachon.

Bereits in den 1950er bis in die 80er Jahre waren Teile im Süden und Norden von Thailand unter Kontrolle der Kommunistischen Befreiungsbewegung ( KPT)

Während des Vietnamkrieges wurden US-amerikanische Bomberbasen im Isaan angegriffen. Ab dem Herbst 1964 musste sich der Staat unter Marschall Thanom Kittikachorn gegen kommunistische Aufständige im Isaan wehren, die von China aus gesteuert wurden. 

Die Kommunistische Volksbefreiungsarmee konnte sich in Thailand jedoch nicht gegen die Herrschaftselite in Bangkok inkl. Königshaus durchsetzen. 

1965 gewährte Thailand den USA Nutzungsrechte auf Flugplätzen für den Vietnamkrieg. Die ersten US-Soldaten bekommen Erholungsurlaub in Pattaya (พัทยา). Damit beginnt der touristische Aufstieg Pattayas zum Zentrum des Sextourismus in Thailand.

1967 standen bereits 40.000 Mann der amerikaqnischen Streitkräfte in Thailand.  Die massenhafte Armutsprostitution, bis heute ein trauriges Wahrzeichen Thailands, gilt als Folge der Stationierung der US Armee. 

Die starke Präsenz US-amerikanischer Truppen in Thailand förderte die Entwicklung der Kommunistischen Partei, da sich viele Thailänder als halb kolonialisiert fühlten.

1968 erfolgte eine Verfassungsreform mit erweiterten Vollmachten für den Regierungschef und einer zusätzlichen Kammer für das Parlament. Wahlen wurden 1969 durchgeführt. 

1969 wurde das Oberkommando der Volksbefreiungsarmee Thailands ins Leben gerufen, damit begann eine neue Phase im internen thailändischen Guerillakrieg. 

In der Folge begannen bewaffnete Kämpfe in verschiedenen Gebieten von Nord-Thailand. Gleichzeitig formierten sich Streitkräfte im Süden, an der Grenze zu Malaysia, wo Gleichgesinnte aus der Kommunistischen Partei von Malaysia bereits agierten.

Im Juli 1969 wurden neun Mitglieder der KPT verhaftet, darunter ein hoher Funktionär des Zentralkomitees. Die thailändische Regierung feierte die Verhaftungen als wichtigen Sieg über den Kommunismus.

Propagandaplakat der Kommunistischen Partei Thailand

5.4  –  1973 bis 2005  –  Thailand zwischen Militärdiktatur und Demokratisierung 
Nach einer kurzen Phase mit einer demokratischen Regierung übernahm Feldmarschall Kittikachorn nach einem Staatsstreich am 17. November 1971 wieder die Macht in Bangkok. 

Im Juni 1973 begannen auf Bangkoks Straßen von Studenten organisierte Massendemonstrationen für Demokratie mit bis zu 500.000 Menschen. 

Am 14. Oktober 1973 wurden bei Studentenprotesten am Demokratiedenkmal in Bangkok 77 Demonstranten von der Armee brutal erschossen und über 800 Menschen verletzt. Daraufhin intervenierte der König und ernannte den Rektor der Thammasat-Universität " Sanya Dharmasakti" zum Ministerpräsidenten. Die Militärchunta drängte er ins Exil. 


Foto: Studenten Demonstrationen 14.10. 1973

Nach der Wiederzulassung der Parteien 1974 und den anschließenden Wahlen wurde Prinz Kukrit Pramoj Premierminister. Die neue Verfassung beschnitt die Eingriffsmöglichkeiten der Regierung. Außenpolitisch musste Thailand auf die kommunistische Machtübernahme in Laos, Vietnam und Kambodscha reagieren und nahm diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China auf, unter Preisgabe derjenigen zu Taiwan. Im Inneren musste sich die Regierung in Thailand gegen kommunistische Aufständische in der Provinz Nan wehren und separatistische Bewegungen im muslimisch geprägten Süden Thailands (Yala, Narathiwat, Pattani) unterbinden.

In den folgenden Jahren litt das Land nicht nur an den Folgen des Ölpreisschocks, sondern auch an den Flüchtlingsströmen aus Indochina. Etwa 300.000 Menschen aus Laos, Kambodscha und Vietnam wurden in Lagern im Nordosten untergebracht. 

Am 3. September 1974 nehmen die Regierungen der Deutschen Demoktratischen Republik (DDR) und des Königreiches Thailand diplomatische Beziehungen auf.

Der Ministerrat der DDR fasst am 6. August 1982 einen Beschluß zur Entwicklung der ökonomischen und wissenschaftlich-technischen Beziehungen der DDR zu Thailand, Indonesien, Singapur, den Philippinen, Malaysia und.

Das Militär unternahm mehrere erfolglose Putschversuche, wurde aber an der Regierung beteiligt. Man spricht von einer Art "Halbdemokratie". Im März 1980 wurde General Prem als Premierminister gewählt und blieb bis 1988 im Amt. 

Aus den Wahlen am 9. Februar 2001 ist Thaksin Shinawatra als Sieger hervorgegangen. Im Jahr 2002 wurde Polizeioberst Thaksin Shinawatra, der mit seiner Thai-Rak-Thai Partei die Wahlen gewonnen hatte, Premierminister. Er übernahm das Amt von Chuan Leekpai.

Democracy Monument Bangkok
Demokratie Denkmal in Bangkok erbaut 1939

2004, 26 Dezember - Die Westküste Thailands wird schwer von einem Seebeben in der Andamannensee ausgelösten
Tsunami getroffen. In Thailand war besonders die touristisch erschlossene Küste um Phuket und Phi Phi von den Flutwellen betroffen. Die offizielle Opferzahl liegt bei 5.395, davon 2.248 Ausländer und 1.175 Opfer mit unbekannter Nationalität. Von den 2.817 Vermissten sind 1.924 Thais (Quelle: UNO). Ein norwegischer Diplomat gab an, alleine in Khao Lak seien 4.000 Tote zu beklagen. Besonders betroffen waren auch Urlauber aus Deutschland und Schweden mit jeweils über 500 Toten. 
Von den zunächst vermissten mindestens 100 Tauchern konnten jedoch laut AFP 80 gerettet werden. Das Urvolk der Morgan überlebte die Tsunami Katastrophe komplett. In den Flutwellen starb auch der Enkel des thailändischen Königs Poom Jensen. 
5.5  –  2005 bis 2009  –  Thaksins Sturz – Putsch – Verfassungsreform – Rückkehr zur Demokratie
2005 wurde bei den Wahlen am 6. Februar Thaksin Shinawatra mit überwältigender Mehrheit in diesem Amt bestätigt.

Thaksin Shinawatra
Foto: Thaksin Shinawatra

Während Demonstrationen gegen Premierminister Thaksin Shinawatra im Frühjahr 2006 trugen viele der Demonstranten gelbe Stirn- und Armbänder, um ihre Verbundenheit zum König und ihren Vorwurf gegen Thaksin, nicht königstreu (genug) zu sein, Ausdruck zu verleihen.

Am 19. September 2006 kam es zu einem Putsch in Bangkok. Panzer rückten in das Stadtzentrum ein und umstellten Regierungsgebäude und besetzten mehrere Fernsehsender. 

Polizei und Militärkräfte erklärten die Ablösung des Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatras. 

Das Parlament, die Regierung und das Verfassungsgericht wurden aufgelöst und die Pressefreiheit eingeschränkt. König Bhumibol sicherte den Putschisten am 20. September seine Unterstützung zu. 

60-jähriges Thronjubiläum König Bhumibol Adulyadej
Foto: Anlässlich des 60-jährigen Thronjubiläums fanden in Bangkok im Jahr 2006 umfangreiche Feierlichkeiten mit Monarchen aus aller Welt statt.

Abhisit Vejjajiva
Foto: Abhisit Vejjajiva

Am 1. Oktober 2006 wurde der neue, vom Rat für demokratische Reformen vorgeschlagene Premierminister Surayud Chulanont durch den König bestätigt. 

Am 23. Dezember 2007 fanden wieder freie Wahlen statt, aus denen die Phak Palang Prachachon (PPP), eine Nachfolgepartei von Thaksins Thai Rak Thai, unter Samak Sundaravej als Siegerin hervorgegangen ist. 

Die Demokraten mit ihrem Spitzenkandidaten Abhisit Vejjajiva wurde zweitstärkste Partei.

Am 15. Dezember 2008 wurde der Oppositionspolitiker Abhisit Vejjajiva zum Premierminister gewählt. Abhisit hatte sich zur Besetzung der Flughäfen, die einen dramatischen Einbruch der thailändischen Wirtschaft, insbesondere im Tourismus, zur Folge hatte, neutral verhalten. Die Politik des früheren Premierministers und Medienmoguls Thaksin Shinnavat hat das Land seit diesen Jahren tief gespalten.

5.6  –  Frühjahr 2010Politische UnruhenDemonstrationen der Rothemden

Die Unruhen der protestierende Rothemden begannen mit Massendemonstrationen am 12. März 2010 und wurden am 19. Mai um fünf Uhr morgens von den Sicherheitskräften gewaltsam beendet. Währenddessen besetzten bis zu 150.000 Demonstranten wochenlang das Geschäftsviertel Silom in Bangkok, errichteten Barrikaden aus brennenden Autoreifen und lieferten sich Kämpfe mit der Polizei und der Armee. Die Regierung rief den Ausnahmezustand in Bangkok und mehreren thailändischen Provinzen aus. Die deutsche Botschaft wurde während der Rothemden Demontrationen in der Sathorn Road zeitweilig geschlossen.

Die sogenannten Rothemden (UDD Partei), Unterstützer der PPP Partei (Phak Palang Prachachon), eine Nachfolgepartei von Thaksins Thai Rak Thai Partei ( Thai liebende Thai) stammen vorwiegend aus den ländlichen Regionen und sind zumeist Anhänger des ehemaligen Regierungschefs Thaksin Shinawatra. Sie fordern den Rücktritt von Abhisit, der ihrer Meinung nach nicht legitim an die Macht gekommen ist.


Foto: Demonstrierende Rothemden in Bangkok 

Die moderne thailändische Geschichte ist gekennzeichnet durch den Kampf zahlreicher Familien um Macht und Einfluss im Lande, insgesamt 50 verschiedene Parteien ringen im "Experiment Demokratie" um die Gunst der Wähler. 

Trotz der zeitweise massiven Einwirkung des Militärs blieb jedoch die Monarchie unangetastet, sie hat sich bisher als belastbares Bindeglied Thailands erwiesen. Die individuelle Freiheit der Bevölkerung ist im Vergleich mit den anderen Ländern in Südostasien sehr groß. Thailand ist heute auf einem steinigen Weg eine stabile Demokratie mit thailändischen Besonderheiten zu werden.

5.7  –  Dezember 2010  –  Thailand feiert den kranken König Bhumibol Adulyadej an seinem 83. Geburtstag

Kronprinz Maha Vajiralongkorn
Foto: Kronprinz Maha Vajiralongkorn

Der seit 62 Jahren regierende Monarch König Bhumibol sagte im Dezember 2010 die traditionelle Ansprache ab. Erstmals seit seinem Thronantritt hat der thailändische König Bhumibol Adulyadej auf seine traditionelle Rede am Vortag seines 83. Geburtstags am 5. Dezember 2010 verzichtet. 

Kronprinz Vajiralongkorn begründete in letzter Minute die Absage: "Sein König sei etwas krank". 

Der in Thailand nicht ganz unumstrittene Kronprinz Vajiralongkorn wandte sich in Vertretung des Königs Bhumibol an die Öffentlichkeit und überbrachte in seiner Ansprache gute Wünsche und Gesundheit an das thailändische Volk. 

Trotz seiner gesundheitlichen Verfassung hielt der König am Geburtstag selbst eine öffentliche Audienz ab und gewährte dem thailändischen Premierminister Abhisit Vejjajiva sowie verschiedenen anderen Würdenträgern die Ehre in Gegenwart seiner Majestät persönlich zu gratulieren. 

Zehntausende von Menschen in rosafarbigen Hemden hatten sich danach auf den Straßen von Bangkok versammelt, um dem König ihren Respekt zu erweisen und "Lang lebe der König" zu rufen, während die Wagenkolonne des Königs vorbeifuhr, um ihn zurück zu seiner Residenz im Siriraj Krankenhaus zu bringen. König Bhumibol und Königin Sirikit gelten als unantastbar. Schon die kleinste Kritik am König und der königlichen Familie gilt in Thailand als Majestätsbeleidigung und diese wird streng bestraft. 
Er wird von 99% der Thais bis in das entfernteste Bauerndorf im Issan als Vater aller 65-Millionen Thailänder geliebt, verehrt und bewundert. Über Schwere und Art seiner Krankheit der zentralen Persönlichkeit im zerrissenen Thailand darf deshalb offiziell nicht spekuliert werden.

Nach den blutigen Unruhen im Jahre 2010 ruhen deshalb auf dem König alle Hoffnungen Thailands, der sich immer rastlos dem Aufbau seines Landes gewidmet hat. Es ist wie eine Beschwörung, wenn die Thailänder zu seinem Geburtstag auf Plakaten, in Grußbotschaften, Anzeigen, im Internet, im Fernsehen in Reden und Konzerten den Wunsch und die Hoffnung formulieren: "Long live the King". Denn der Tod des kranken Königs kann Thailand womöglich in eine neue militärische und blutige Machtprobe stürzen.

Thronfolger Maha Vajiralongkorn und die königliche Familie vertritt seit 2010 immer mehr König Bhumibol bei öffentlichen Auftritten und königlichen Zeremonien. König Bhumibol könnte aber auch seine Tochter zur Nachfolgerin bestimmen. Thailand hat eine konstitutionelle Monarchie, doch hat der Monarch anders als in den europäischen Königshäusern enorme Macht, nicht zuletzt als moralische Institution.

Bangkok Königspalast

5.8  –  August 2011 –  Thailands neue Ministerpräsidentin heißt Yingluck Shinawatra – Die Gewaltwelle im Süden

Yingluck Shinawatra
Foto: Yingluck Shinawatra

Im August 2011 wurde die 44 jährige Yingluck Shinawatra von der 2007 gegründeten Pheu-Thai-Partei („Partei für Thais“) mit 296 von 500 Stimmen durch das Parlament zur Premierministerin von Thailand gewählt.

Die Geschäftsfrau und jüngste Schwester des ehemaligen Ministerpräsidenten und reichsten Mannes des Landes Thaksin Shinawatra gilt als schwer vermögend.

Auch fast zwei Drittel der Minister im neuen thailändischen Regierungkabinett sind Millionäre. 

Im Herbst 2011 überschwemmte der Chao Phraya Fluß  (Thai: แม่น้ำเจ้าพระยา die zentralen Provinzen Ayutthaya (อยุธยา) und Pathum Thani (ปทุมธานี). Die Flut erreichte im November die Hauptstadt, besonders betroffen war der Stadtteil Bangkok Rangsit (รังสิต).

Im Juli 2012 besucht Ministerpräsidentin Yingluck Sinawatra offiziell Deutschland und trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Am 18.08.2012 feiert Königin Sirikit ihren 80.Geburtstag und begnadigt 10.000 Häftlinge. 
Große Probleme bereitet der Regierung der Terror von für Autonomiekämpfenden muslimische Separatisten im Süden von Thailand. Es vergeht kaum eine Woche in den Südprovinzen Had Yai, Yala, Pattani und Narathiwa ohne blutige Bombenanschläge auf Schulen, Bahnhöfe und andere öffentliche Einrichtungen. Die weiter nördlich liegenden Urlaubsgebiete Krabi, Phuket und Koh Samui sind bisher von Terroranschlägen verschont geblieben.

Von Thailands mächtigen Militär Generälen wird eine Autonomie der muslimischen Provinzen strikt ablehnt. Die Regierung unter Premierministerin Yingluck Shinawatra versucht im Dialog mit den Rebellen nach einer Lösung. Am 28. Febraur 2013 unterzeichnet Thailand in Kuala Lumpur (Malaysia) ein Abkommen über Friedensgespräche mit der separatistischen südthailändischen National Revolutionären Front "Barisan Revolusi Nasional" (BRN).

Die Regierung mit der ersten Frau an Thailands Spitze erhöhte im Januar 2013 den Mindestlohn auf 300 THB / Tag.
Ministerpräsidentin Yingluck und der Kommissionpräsident der Europäischen Union José Manuel Barroso vereinbaren im März 2013 bei einem Treffen in Brüssel offizielle Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Thailand und der EU.

Das moderne Thailand chronologisch:

  • 1939 Phibun Songkram benennt Siam in Thailand um, 
    seit dem 10.Dezember die thailändische Nationalhymne (Phleng Chat) wird eingeführt (Komponist Peter Feit)

  • Dezember 1938 - Juli 1944 Premierminister ist Field Marshal Pibulsonggram

  • 1939 Aufstellung des Demokratie Denkmal in Gedenken zur Einführung der Konstitutionellen Monarchie (1932) 

  • 1940 -1949  Thailand wird wieder Siam genannt.

  • 1940 In der Hoffnung, die einst an die Briten und Franzosen verlorengegangenen Gebiete zurück zu erobern, verbündet sich die thailändische Militärregierung mit Deutschland und Japan, und Thailand wird Durchzugsgebiet der Japaner nach Birma (heute Myanmar), Malaysia und Singapur. 

  • 1940 Thailand marschiert nach Frankreichs Niederlage gegen die Deutschen in Laos und Kambodscha ein 

  • 1941 Invasion der Japaner, Premierminister Phibun kollabopriert mit den Japanern, es bildet sich eine "Free-Thai-Bewegung" um Pridi Phanomyong 

  • 1941 Japanische Truppen marschieren in Bangkok ein

  • Juni 1942 - Oktober 1943 ca. 200 000 Zwangsarbeiter und ca. 62 000 Kriegsgefangene bauten die zerstörte Bahntrasse durch den Dschungel der strategisch wichtigen Bahn Line Thailand - Burma. Mehr als 90 000 Zwangsarbeiter starben dabei infolge der unmenschlichen Bedingungen beim Bau 

  • 1942 1. Parteitag der CPT, Neugründung der kommunistischen Partei. Beginn von Anti-japanischen Aktivitäten. 

  • August 1944 - August 1945 Premierminister: Khuang Aphaiwong 

  • 19.02.1945 Die South-East-Asia Collective-Defense-Treaty Organization (SEATO) tritt am als Verteidigungspakt gegen das kommunistische vordringen in Kraft (Thailand ist Mitglied) 

  • August 1945 - September 1945 Premierminister: Tawee Boonyaket 

  • September 1945 - January 1946 Premierminister: M.R. Seni Pramoj 

  • 1945 Friedensvertrag mit den Alliierten 

  • 1945 Die CPT bildet eine offene Anti-Japanische Vereinigung auf deren Druck Regierungstruppen die Japaner im Sueden Thailands angreifen, vorübergehende Inhaftierung von Phibun Songkhram 

  • Januar 1946 - März 1946 Premierminister: Khuang Aphaiwong 

  • März 1946 - August 1946 Premierminister: Pridi Banomyong 

  • 9.6.1946 König Mahidol wird ermordet (im Alter von 21 Jahren) 

  • August 1946 - November 1947 Premierminister: Admiral Thamrong Nawasawat 

  • 1946 Erste freie Wahlen, Pridi Phanomyong wird Premierminister. 

  • Mysterioeser Tod von Koenig Amanda (Rama VIII), der mysterioese Tod ist ausschlaggebend für Rücktritt von Premierminister Pridi. 
    Koenig Bhumipol folgt Amanda. Die CPT wird auf Druck der Sowjetunion wieder zugelassen. Phibun wird freigelassen. 
    1946 Phibun tritt zurück, Pridi Phanomyong bildet eine neue Regierung. Westprovinzen Kambodschas mit Angkor Wat werden endgültig zurückgegeben 

  • November 1947 - April 1948 Premierminister: Khuang Aphaiwong 

  • 08.11.1947 Phibun stürzt mit dem Militaer die Übergangsregierung, gestützt von Sarit Thanarat (Armeegeneral) und Phao Siriyanon (Polizeigeneral). 
    Amerika unterstützt Thailand auf Grund der Antikommunistischen Regierung. 
    Thailand erkennt das Bao-Dai-Regim in Suedvietnam an und bekommt daraufhin amerikanische Hilfe und auf die Wiedergutmachung wird verzichtet. 

  • April 1948 - September 1957 Premierminister: Field Marshal Pibulsonggram 

  • September 1957 - Dezember 1957 Premierminister: Pote Sarasin 

  • 1950 Beginn des Korea Krieges, als Gegenleistung für die Solidaritaet der thailändische Regierung erhält das Land erhebliche Kredite von der Weltbank. 
    Die USA sichern sich Ihre Position durch Errichtung von Militärbasen als Schutzwälle gegen China und Indonesien. 
    Die USA beginnt mit ihrer umfangreichen Miltärhilfe. 

  • 28.4.1950 Bhumiphol und Sirikit heiraten. Beide werden bereits am 5. Mai 1950 in Bangkok gekrönt 

  • 05.04.1951 Ubol Rantana (Königs-Tochter) in der Schweiz, Lausanne, geboren 

  • 1952 Geburtsjahr von Kronprinz Vajiaralongkorn 

  • 1954 Verteidigungspakt mit der USA, Bangkok wird SEATO Zentrale

  • 1955 Geburtsjahr von Prinzessin Sirindhorn 

  • 1957 Geburtsjahr von Prinzessin Chulabhorn 

  • 1957 Sarit Thanarat stürzt Phibun läutet die "samai pattana" genannte Modernisierung ein. Phibun und Phao setzen sich ins Exil ab, General Thanom Kittikachom wird Premierminister und General Praphat Charusathin zum Chef der Polizei. 
    Anschließend verlässt Sarit Thailand für ein einjährigen Klinikaufenthalt in Washington. 

  • Januar 1958 - Oktober 1958 Premierminister: General Thanom Kittikachorn 

  • 1958 Sarit Thailand kommt nach Thailand zurück und konsolidiert seine Macht mit dem Putsch vom 20. Oktober 1958 (Sarit-Diktatur), Thailand steht nun unter Kriegsrecht, die Nationalversammlung wird aufgelöst und die Verfassung aufgehoben. Die Presse wird zensiert, sämtliche Massenorganisationen verboten. Unter der Beschuldigung "Kommunisten" zu sein werden oppositionelle Politiker, Akademiker, progressive Schriftsteller, arretiert, bestenfalls ins Exil geschickt, schlimmstenfalls ohne Gerichtsverfahren hingerichtet. 

  • 1958 Thanom Kittikachorn neuer Premierminister 

  • Oktober 1958 - Dezember 1963 Premierminister: Field Marshal Sarit Thanarat 

  • 1959 Sarit putscht wieder 

  • 1959 Sarit Thanarat´s Partei wechselt den Namen von Militärpartei zu Revolutionärer Partei 

  • 1959 General Sarit wird nach einer neuen Verfassung neuer Premierminister 

  • 1960 verbietet Sarit Thanarat die Prostitution 

  • 1959 Opium Gewinnung wird verboten, blühte aber während des Vietnam-Kriegs wieder auf 

  • 1960 Bhumiplol besucht u.a. Deutschland 

  • 1960 Gründung des Goethe-Institut Bangkok

  • 1961 Mit fremden Geldern werden Hilfsprogramme gestartet um in die ärmsten Region Thailands dem Isaan die Zivilisation zu bringen. Hierbei geht es weniger um die Verbesserung des Lebensstandards als vielmehr um die Erschliessung der strategisch wichtigen Region. Da diese Region auf Grund seiner Nähe zu Vietnam als mögliche Aufmarschbasis der Kommunisten betrachtet wird. Tatsächlich hat kommunistische Agitation im Nordosten Thailands eine lange Tradition. Ho Chi Minh hatte hier Anfang der 30er Jahre bei seinen Landsleuten, die auch heute noch eine Zahlenmäßig starke Minderheit bilden, Unterschlupf gefunden und zeitweise das Hauptquartier der CPV hierher verlegt. Die laotische Guerilla hatte hier ihr Rückzugsgebiet und fast sämtliche oppositionellen Politiker kommen aus dieser Region. Isaan ist ein Synonym für Widerstandskampf und Opposition. 

  • 1962 Unterzeichnung des Luftverkehrsabkommens mit Deutschland, Gründung der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft.

  • 1962 Die USA stationieren Truppen in Thailand, zeitweilig sind bis zu 50 000 US-Soldaten in Thailand stationiert.

  • 1963 Tod von Sarit. Sarits Repressionspolitik wird von den "Drei-Tyrannen" Thanom, Praphat und Narong, einer Verkoerperung von Korruption, Nepotismus und Amtshaeufung (Feldmarschall Thanom wird Premierminister, Aussen- und Verteidigungsminister sowie Oberbefehlshaber der Streitkräfte, seinem Sohn Narong überträgt er das Oberkommando über ein "Kommitee zur Aufdeckung von Korruption" und Narongs Schwiegervater Praphat bekleidet u.a. den Posten des Innenministers und kontrolliert somit alle Grenzposten und über 250.000 bewaffnete Polizisten, die als Privatarmee eingesetzt wurde und in seiner Macht stand die Provinzgouverneure ein- bzw. abzusetzen), fortgeführt. Der Reichtum des Trios war legendär.

  • Gründung der Deutschsprachigen Schule Bangkok (heute: Swiss School Bangkok)

  • Dezember 1963 - Oktober 1973 Premierminister: General Thanom Kittikachorn 

  • 1964 Beginn des Vietnamkrieges. Im Vietnam-Krieg ist Thailand Stützpunkt für die Amerikaner. Von Udon Thani, Ubon Ratchathani oder U-Tapao aus wurden viele verheerende B52-Bombereinsätze in Vietnam und Laos geflogen. 

  • 1967 Thailand wird Mitglied in der ASEAN 

  • Oktober 1973 - Januar 1975 Premierminister: Sanya Dharmasakti 

  • 1973 - 1976 Studentenaufstände in Bangkok

  • 1973 Im Oktober kommt es zum Massaker an den Studenten. Oktober 1973 protestieren Hunderttausende gegen die Verhaftung oppositioneller Studentenführer. 71 Menschen wurden wahllos erschossen und mehrere Hundert verletzt; erbitterte Straßenkämpfe folgten. Kittikachorn, Prapas und Narong flohen ins Ausland. König Bhumipol verkündete den Rücktritt des Militärregimes und die Einsetzung des Rektors der Thammasat-Universität, Sanya Dharmasakti, als neuen Premier. Ein Jahr nach dem blutigen Massaker verkündete der König eine neue Verfassung. 

  • 1975, Frühjahr, es fanden die ersten freien Wahlen statt, die keine tragfähige Mehrheit brachte 

  • Februar 1975 - März 1975 Premierminister: M.R. Seni Pramoj 

  • März 1975 - April 1976 Premierminister: M.R. Kukrit Pramoj 

  • 1976, Oktober, das Militär übernahm wiederum die Macht 

  • April 1976 - Oktober, 1976 Premierminister: M.R. Seni Pramoj 

  • Oktober 1976 - Oktober 1977 Premierminister: Thanin Kraivixien 

  • 1977 war General Kriangsak Premier, der sich durch eine Reformpolitik nach innen und einer Ausgleichspolitik nach außen von seinen Vorgängern unterschied

  • November 1977 - Februar 1980 Premierminister: Gen. Kriangsak Chomanand 

  • 1979 - 1989 Dritter Indochina Krieg in Kambodscha, Thailand unterstützt aus taktischen Gründen die kommunistische Regierung 

  • 1980 Rücktritt von General Kriangsak. 

  • 1980, 3. März - Nach einem unblutigen Regierungswechsel wird General Prem Tinsulanonda neuer thailändischer Regierungschef. 

  • März 1980 - April 1988 Premierminister: Gen. Prem Tinsulanond 

  • 1. April 1981 besetzten eine Gruppe jüngerer Offiziere unter Führung von General San Chipatima verschiedene wichtige Regierungseinrichtungen in Bangkok. Die Putschisten behaupteten, sie stünden der herrschenden Militär-Clique kritisch gegenüber und unterstützten eine Demokratisierung Thailands. 

  • 1987 In Betriebnahme des International Airport "Don Muang" in Bangkok

  • 1988 Demokratische Parlamentswahlen, amtierende Regierung Chatichai Choohavan 

  • April 1988 - Februar 1991 Premierminister: Gen. Chatichai Choonhavan 

  • 1988 Exportverbot für Holz durch einen Erlass von König Bhumibol

  • Januar 1990 dem saudi-arabischen Kronprinzen werden von einem thailändischen Gastarbeiter (rund 250.000 Thais sind in Saudi-Arabien zumeist als Hausangestellte beschäftigt) etwa 100 Kilo Juwelen im Wert von fast 32 Millionen Mark gestohlen. Die thailändische Polizei stellt den Schatz sicher, doch bei der Übergabe an den Besitzer stellt sich heraus, das die meisten Edelsteine nur noch wertlose Fälschungen sind und außerdem drei Viertel gänzlich fehlen. Bei den Ermittlungen in diesem Korruptionsskandal werden in der Folgezeit mindestens fünfzehn Personen (Saudis und Thais) ermordet. (Die Juwelen sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.) 

  • 23.2.1991 Putsch durch Suchinda Kraprayoon gegen Chatichai, im Oktober kommt es zur Neuwahlen und einige Wochen später wird Suchinda Kraprayoon Ministerpräsident. Die 15. Verfassung des Landes tritt in Kraft 

  • Februar 1991 - April 1992 Premierminister: Anand Panyarachun 

  • 1992, Februar. Laos und Thailand unterzeichnen einen Freundschafts- und Kooperationsvertrag. 

  • April 1992 - Mai 1992 Premierminister: Gen. Suchinda Kraprayoon 

  • 17. - 20.05.1992 "Black May" - blutige Unruhen. Im Mai kommt es zu Unruhen wobei 140 Menschen durch die Kugeln des Militär sterben, worauf Bhumipol der Regierung die Unterstützung versagt welche daraufhin zurücktritt. Neuwahlen im September, Rechtsanwalt Chuan Leekpai wird neuer Premierminister. 

  • Juni 1992 - September 1992 Premierminister: Anand Panyarachun 

  • September 1992 - Juli 1995 Premierminister: Chuan Leekpai 

  • 1993, September - Ein Gesetzentwurf zur harten Bestrafung von Sex mit Minderjährigen (unter fünfzehn Jahren) wird vorgelegt. In Thailands Bordellen soll es ungefähr 700.000 Prostituierte geben. Die Mädchen sind meist die einzige „Verdienstquelle“ für ihre in bitterster Armut lebenden Verwandten auf dem Lande. Die Zahl der an Aids Erkrankten ist mittlerweile auf über 600.000 angestiegen. 

  • 8. April 1994 - Die von Australien finanzierte „Freundschaftsbrücke“ in Nong Khai über den Mekong nach Laos nahe der laotischen Hauptstadt Vientiane wird als erste Verkehrsverbindung zwischen den beiden Ländern feierlich eröffnet. Mit einer Gesamtlänge von fast 4.200 Kilometern ist der Mekong, der im Hochland von Tibet entspringt und ins Südchinesische Meer mündet, der längste Fluss Südostasiens. Rund 900 Kilometer bilden die Grenze zwischen Laos und Thailand. 

  • 4. Januar 1995 - Die thailändische Nationalversammlung stimmt für eine Änderung der Verfassung, die die Gleichberechtigung der Frau festlegt, das Wahlalter von 21 auf 18 Jahre senkt sowie die Macht des Militärs zugunsten der Demokratie weiter einschränkt. 

  • 1995 Im Mai tritt Chuan Leekpai nach einem Korruptionsskandal zurück. Im Juli Neuwahlen und Banharn Silap-Archa wird für ein Jahr neue Premierminister bis auch er wegen Korruption zurücktreten muß. 

  • 13. Juli 1995 - Die den Militärs nahestehende Chart-Thai gewinnt die Wahlen über die Democratic Party unter Chuan Leekpai – wie immer war es zu Unregelmäßigkeiten wie Stimmenkauf und Bestechung gekommen. König Bhumibol Adulyadej ernennt den Chart-Thai-Vorsitzenden Banharn Silpa Archa zum neuen Regierungschef Thailands. 

  • Juli 1995 - November 1996 Premierminister: Banharn Silpa-Archa 

  • November 1996 - November 1997 Premierminister: Gen. Chavalit Yongchaiyudh 

  • 1996 neuer Regierungschef wird General Chavalit Yongchaiyudh 

  • 1996, 13. März - Ein 38jähriger Deutscher wird in Thailand wegen sexuellen Mißbrauchs von Kindern zu 45 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil soll als eine Warnung an Sextouristen verstanden werden. 

  • Januar 1999 eskalierten Disputes um bis ungeklärte maritime Befugnisse in der Andaman Sea zw. Thailand und Myanmar, es kam zum Schusswechsel zwischen einem Armeeschiff und zwei burmesischen Fregatten 

  • 1997, 15. September - Aufgrund der seit Wochen wütenden Waldbrände – Brandrodungen waren wegen starker Winde außer Kontrolle geraten – auf den Inseln Borneo, Sulawesi und Sumatra sowie Neuguinea erreicht die Luftverschmutzung in den südostasiatischen Staaten Singapur, Malaysia, Indonesien, Thailand, Brunei, Papua Neuguinea sowie auf den Philippinen gesundheitsgefährdende Rekordwerte. Örtlich beträgt die Sicht nur noch zwischen zehn und 50 Meter; Millionen Menschen leiden bereits an Entzündungen der Atemwege; viele Schulen, Fabriken und Behörden müssen vorübergehend geschlossen werden. Ein Ende der Brandkatastrophe wird erst mit Beginn der Regenzeit Anfang November erwartet. 

  • November 1997 - Februar 2001 Premierminister: Chuan Leekpai

  • 2000 -  50. Thronjubiläum von Bumibol 
    25. Januar 2000 - Beim Sturmangriff thailändischer Soldaten und Polizisten auf das seit dem Vortag von einem Rebellenkommando des Karen-Volkes aus dem Nachbarland Myanmar besetzte Krankenhaus in Rat Buri werden nach Angaben der Behörden zehn der Geiselnehmer erschossen, während alle Geiseln unverletzt bleiben. Weitere sechs Rebellen sollen sich auf der Flucht befinden. „Wir können nicht zulassen, daß irgendwelche ausländischen Truppen die Souveränität Thailands verletzen“, rechtfertigt der Befehlshaber der Einsatztruppe die Aktion. 

  • 3.7.2000, als 60 laotische Rebellen und bezahlte thailändische Dorfbewohner einen Checkpoint in der südlichen laotischen Provinz Champassak angriffen, wobei fünf Rebellen von der laotischen Armee erschossen wurden und viele über die Grenze nach Thailand flüchteten, kamen seitens der laotischen Regierung erneut Anschuldigungen auf, die thailändische Regierung würde bewaffneten Anti-Vientiane-Gruppen den Aufenthalt und Operationsmöglichkeiten gegen die seit 1975 bestehende Volksrepublik von thailändischem Boden aus gewähren 

  • 2000, 26. November - Am zweiten Tag des vierten, in Singapur stattfindenden informellen Gipfeltreffens des „Verbands Südostasiatischer Staaten“ (ASEAN), nehmen neben den Staats- und Regierungschefs der zehn Mitgliedsstaaten (Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam) auch die Regierungschefs der VR China, Japans und Südkoreas teil („Asean-+3- Forum“). Hauptthemen der Konferenz sind die Schaffung der Freihandelszone (AFTA) bis 2010 und die möglichst rasche Integration der vier ärmsten Mitgliedsstaaten Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam. Singapur will Ausbildungszentren für Informationstechnologie in den vier Ländern einrichten und Stipendien für Studenten aus diesen Staaten bereitstellen. Zur Beschleunigung des Fortschritts in der Region sollen die Städte Singapur, Kuala Lumpur, Bangkok, Shanghai, Tokio und Seoul zu einem „Asiatischen E-Gürtel“ vernetzt werden. Zudem soll bis 2006 die transasiatische Eisenbahn von Singapur nach Kunming, die sieben ASEAN-Staaten mit Süd-China verbindet, gebaut werden. 

  • 9.2.2001 Thaksin Shinawatra wird Ministerpräsident 

  • 16.02.2001 Zunehmende Spannungen an der Grenze zwischen Thailand und Myanmar - Schußwechsel an der Grenze zu Myanmar (Burma), der zwei Thais das Leben kostete 

  • 2001, 3. März - Eine Boeing 737 der Thai Airways brennt kurz vor dem Start auf dem Flughafen von Bangkok völlig aus, als es beim Test der Triebwerke zu einer Explosion kommt und sich die Flammen sekundenschnell ausbreiten. Ein Steward kommt ums Leben, sieben weitere Crew-Mitglieder werden schwer verletzt. Die Passagiere, darunter auch der seit Januar amtierende thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra, waren noch nicht an Bord gegangen. Die Ermittler gehen von einem Bombenanschlag der Drogenmafia auf den Regierungschef aus, der den Drogenhändlern im „Goldenen Dreieck“ (Grenzbereich Thailand-Myanmar-Laos) den Kampf angesagt hat. 

  • 2001, 2. August - Das Verfassungsgericht in Bangkok spricht den populären Regierungschef Thaksin Shinawatra von dem Vorwurf frei, Aktienbesitz im Wert von mehreren Millionen US-Dollar verschleiert zu haben. Im Falle eines Schuldspruchs hätte dem erst seit Januar amtierenden Premierminister – er gilt als der reichste Industrielle Thailands – der Ausschluß aus allen politischen Ämtern für bis zu fünf Jahre gedroht. 

  • 2002 wurde Polizeioberst Thaksin Shinawatra Premierminister

  • 2004 Januar  - Die Regierungspartei unter Premierminister Dr. Thaksin Shinawatra erzielt bei den Parlamentswahlen eine Mehrheit von über zwei Dritteln der Sitze und regiert in der Folge allein.

  • 2004, 26 Dezember - Die Westküste wird schwer von einem Seebeben in der Andamannensee ausgelösten Tsunami getroffen. 

  • 2006 Thaksins Sturz

  • 2007 Freie Wahlen - Abhisit Vejjajiva wird Ministerpräsident 

  • 2008 Besetzung des Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok durch die "Gelbhemden" 

  • 2008 wurde das 150-jährige Bestehen der Deutsch-Thailändischen Beziehungen gefeiert.

  • 2010 März bis Mai - Schwere Politische Unruhen in Bangkok - Wochenlange Demonstrationen der "Rothemden". Bei den Unruhen starben 86 Menschen.

  • 2010 Dezember - Thailand bangt um König Bhumibol Adulyadej - Der seit 62 Jahren regierende Monarch König Bhumibol sagt die traditionelle Ansprache ab

 

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